Für den Versuch am Computer wird eine Soundblasterkarte mit einem Mikrofon und der entsprechenden Software für die Aufnahme und Verarbeitung von Schallsignalen benötigt.
An einer Schnur befestigt man fest arretierbare, kleine Körper in bestimmten Abständen, bis die Schnur etwa bis zur Zimmerdecke reicht. Auf den Boden legt man schräg eine Holz - oder Blechplatte, die sich möglichst auf einer Teppich- oder Schaumstoffunterlage befinden sollte. Von einem Stuhl aus hält man nun die Schnur so hoch über die Platte, daß der unterste Körper gerade auf der Platte aufliegt, aber die Schnur weiterhin gespannt bleibt. Man versetzt nun die Sondkarte in Aufnahmebereitschaft und läßt die Schnur fallen. Die an der Schnur befestigten Körper schlagen nun auf der Platte auf und fallen, da sie schräg gestellt ist, von dort auf den Teppich. Dadurch vermeidet man Störgeräusche, die durch den Aufprall der reflektierten Körper verursacht würden. In unserem Versuch verwendeten wir Klemmbleie und eine Schnur für den Angelbedarf sowie eine Sperrholzplatte.

WAV-Datei eines Experiment mit der Minifallschnur von K.B und R.K. Der Aufschlag von vier Kugeln wurde registriert.
Deutung der WAV-Datei: Für die an der Schnur befestigten Körper haben wir Abstände von 10cm, 30 cm, 50 cm und 70 cm gewählt. Diese verhalten sich wie die kleinsten ungeraden Zahlen 1 : 3 : 5 : 7. Da für diese Abstandsverhältnisse der Zeitabstand zwischen dem Aufschlag eines Körpers und dem nächsten immer gleich ist, kann man auf ein quadratisches Fallgesetz schließen, da die Differenzen der Quadrate von äquidistanten Werten sich wie aufeinanderfolgende ungerade Zahlen verhalten:.
2² - 1² =3; 3² - 2² = 5 ; 4² - 3²= 7 usw.
Für die von uns gewählten Abstände zwischen den Klötzen ergibt sich bei einer Fallbeschleunigung von g=9,81m/s² theoretisch ein zeitlicher Abstand von 0,143 s zwischen den Aufschlägen zweier aufeinanderfolgender Körper. Das stimmt gut mit den Werten überein, die man aus der WAV-Datei ablesen kann.
Eine weitere WAV-Datei stammt von einem Experiment, das während des Unterrichts durchgeführt wurde.

Experiment mit der Minifallschnur von D.P. Hier wurden sogar die Aufschläge von sechs Kugeln aufgenommen.
Die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Aufschlägen schwanken zwischen 0,09s und 0,1s. Bei einem Anfangsabstand von 5 cm hätte sich ein konstanter Wert von 0,1 s ergeben müssen. Als Grund für die Schwankungen vermuten wir weniger falsche Kugelabstände, als vielmehr die Schrägstellung des Aufschlagbrettchens. Es war schwierig, die Schnur vor Beginn des Experiments genau senkrecht auszurichten. Sie pendelte immer etwas hin und her. Aus diesem Grund verschob sich auch die Aufschlagsstelle, was Schwankungen der Fallänge zur Folge hatte.